Projekt im Plan

Richtfest für neues Clubhaus der Luckenwalder Tennisspieler im Seelenbinder-Stadion

VON FRANK NESSLER

Luckenwalde. Das Gebäude steht. Ein von Vereinsfrauen liebevoll gefertigter Richtkranz mit Tennisbällen schmückt den Rohbau. Entsprechend stolz ist der Bauträger und groß ist die Freude bei den Luckenwalder Tennissportlern. Der nächste Bauabschnitt ist geschafft. Voll im Plan liegt der Neubau ihres Clubhauses.

„Wir freuen uns schon ganz doll darauf, in dieses Gebäude einziehen zu können“, erklärte Jacqueline Scholz, die Vorsitzende des Luckenwalder Tennisclubs (LTC) am Freitagnachmittag anlässlich des Richtfestes. Zusammen mit dem bauausführenden Architekten Christoph Arnold dankte sie am Richtkranz auf dem Gerüst stehend den Handwerkern für ihre geleistete Arbeit, bevor traditionell von den Gästen nach dem Richtspruch mit einem Schluck Sekt oder Hochprozentigem auf die Zukunft des Baus angestoßen und ein leeres Glas an die Wand geworfen wurde, das zersprang.

Scherben bringen Glück und das hatten die Luckenwalder Tennissportler bisher mit ihrem Projekt Clubhaus-Neubau. Im Herbst 2017 wurde es erstmals vorgestellt.

Mit dem Neubau, der zwischen den Tennisplätzen und der Tribüne des oberen Rasenplatzes des Seelenbinder-Stadions entsteht, wird die bestehende alte Holzbaracke auf der Tennisanlage ersetzt. An der hat der Zahn der Zeit schon arg genagt. Die sanitären Einrichtungen entsprechen nicht dem heutigen Standard. Die Baracke soll jedoch nicht abgerissen werden. Weil sich in ihr die Bewässerungssteuerung für die Tennisplätze befindet, hat sie eine Zukunft als Gerätehaus.

Glückliche Umstände halfen dem LTC dann bei der Finanzierung seines Neubauprojektes. Der Kreissportbund Teltow-Fläming war auf das Vorhaben aufmerksam geworden und unterstützte es. Überraschend war dann die Teilnahme an einem Förderprogramm möglich geworden. Da das auf 197 000 Euro Gesamtkosten geschätzte Projekt zu diesem Zeitpunkt fertig in der Schublade lag, kam es recht zügig in den Genuss der Förderung.

Im Mai dieses Jahres erfolgte der erste Spatenstich und Ende der vorigen Woche konnten sich Vereinsmitglieder, Handwerker, Sponsoren, Freunde sowie weitere Gäste des Richtfestes ein Bild vom Baufortschritt machen.

Bis Ende dieses Jahres soll das Gebäude fertig sein. Das muss es auch, denn die öffentlichen Mittel müssen noch 2019 abgerechnet werden. 100 000 Euro kommen vom Land, 70 000 aus dem Luckenwalder Stadthaushalt. Den Rest will der Verein durch Eigenleistungen und mit Hilfe von Sponsoren aufbringen. Laut Architekt Arnold ist der schlichte und funktionelle Neubau 95 Quadratmeter groß. Anlässlich des Richtfestes am Freitag waren der kleine Vereinsraum mit Küche sowie Umkleide- und Sanitärräume für Männer und Frauen bereits erkennbar.

Das Highlight des neuen LTC-Clubhauses ist jedoch eine Dachterrasse auf dem Flachdach, von der aus man eine sehr gute Sicht auf die drei Tennisplätze hat. Zuschauer und Vereinsmitglieder haben so Gelegenheit, die Punktspiele der LTC-Mannschaften ganz genau zu verfolgen.

In den nächsten Wochen wird am Rohbau des Clubhauses weiter kräftig gewerkelt. Alle Fachleute dafür kommen wie bisher auch von Firmen aus der Region. Bis Ende Oktober soll das Gebäude fertig verputzt sein, so dass die weiteren Innenarbeiten witterungsunabhängig ausgeführt werden können. „Die offizielle Einweihungsparty findet zur Tennis-Saisoneröffnung im Frühjahr 2020 statt“, verspricht Clubchefin Scholz.

Quelle: Luckenwalder Rundschau, 05.08.2019